Mein erstes Stöckchen
Ich gehe mal davon aus, dass die Mehrheit meiner Leser weiß, was sie im Blog-Kontext unter einem “Stöckchen” zu verstehen hat. Dennoch möchte ich für diejenigen, die in dieser Sache bisher unkundig sind, kurz Wikipedia zitieren:
Ein Stöckchen ist ein Online-Kettenbrief, der meist aus einer Sammlung von Fragen besteht, die häufig einem bestimmten Thema zugeordnet sind. Es wird üblicherweise zwischen verschiedenen Blogs ausgetauscht, das heißt, ein Blogger, der ein Stöckchen erhält, beantwortet die Fragen auf seiner Seite und schickt dann die Fragen an einen oder mehrere Autoren anderer Blogs weiter. Durch die Angabe von Trackbacks innerhalb der Blogbeiträge kann später nachvollzogen werden, zu welchen Blogs das Stöckchen “geworfen” bzw. wo es “aufgefangen” wurde.
Die deutsche Bezeichnung „Stöckchen“ ist eine freie Übersetzung des ursprünglichen Namens baton (engl. „Staffelholz“), der von der staffellaufartigen Weitergabe der Fragen kommt.
So, und nun zu meinem ersten Stöckchen in diesem Blog:
Aufgelesen habe ich es bei cimddwc, dieser hat es über Connys Weblog
und Elmar Leonhardt ursprünglich wohl von Anitz.
Und hier die Regeln:
- Nimm das erste Buch in deiner Nähe (das mindestens 123 Seiten hat).
- Öffne das Buch auf Seite 123.
- Finde den fünften Satz.
- Poste die nächsten drei Sätze.
- Wirf dein Stöckchen an 5 weitere Blogger!
Okay:
Aber nur, weil eine Idee urplötzlich Geld in die Stadt brachte, wenn auch verbunden mit neuen Problemen. Die Stadt ist inzwischen nicht nur zweigeteilt, sie wird zum Wochenende geradezu überschwemmt von Schnäppchenjägern. Wurden früher nur fehlerhafte oder modisch ausgemussterte Boss-Textilien wohlfeil angeboten, so sind die “Outlets” heute ein nicht mehr wegzudenkender Vertriebsweg vieler Firmen.
aus: Anton Hunger: Gebrauchsanweisung für Schwaben
Der nächste Satz verrät, worum es gerade geht: “Metzingen sei Dank!” Das Buch ist übrigens ein Tipp von Julia aus einem Kommentar zu Wir können alles. Außer Hochdeutsch.
Die letzte der Regel lasse ich – wie cimddwc – geflissentlich außer acht. Ich bin Kriegsdienstverweigerer. Ich stehe nicht darauf, andere Leute mit Stöckchen zu bewerfen. Wer es auflesen mag, darf es gerne tun. Die anderen dürfen es gerne lassen.
Verwandte Artikel
Tags:Anton Hunger, Gebrauchsanweisung, Metzingen, Schwaben, Stöckchen
Gelesen: 1586 · heute: 2 · zuletzt: Freitag, 03. Februar 2012 - 14:37
01. Feb 2008
Dave
Also das Buch scheint außerordentlich interessant zu sein… faszinierend, was man für Assoziationen mit nur drei Sätzen bekommt. Ich habe vor kürzem “Chew on This” gelesen und daran musste ich denken beim Lesen deiner Ausschnitt. Zwar ging mein Buch in erster Linie um Fast Food aber auch um die Globalizierung einer Marke und wie die kleine “alt Stadt” Läden aussterben und größere “alleskönner” die Waren zu Spottpreisen bieten…
Herzlichen Dank für’s Stöckchen und für die Benachrichtigung!
Anitz
Danke ebenfalls für die schöne Idee zu dem Stöckchen! In der Tat finde auch ich faszinierend, welch tiefen Einblick man in ein Buch alleine auf Grund eines Ausschnitts von nur drei Sätzen bekommt.
Ja, das Buch ist nicht schlecht – soweit ich das von dem Teil, den ich mal Gelegenheit hatte zu lesen, sagen kann.
Und mein erstes Stöckchen hatte ich mir damals auch selber mitgenommen – 20 Fragen, die erste war eine zufällige Zeile aus einem Buch.
Klar, ein Leben ohne Bücher: unvorstellbar!
Schön, dass dir das Buch gefällt
Und ich bin auch irgendwie sofort drauf gekommen, als ich die Zeilen las, die Formulierung hatte ich mir irgendwie gemerkt…
Ich bin übrigens auch gerade dabei, das Stöckchen zu beantworten (kommt sobald ich meine Kommentarrunde abgeschlossen habe).
Nun ja, noch habe ich das Buch nicht gelesen – bis auf drei (bzw. vier) Sätze auf S. 123. *gg* Aber der Einband gefällt mir schon einmal gut …
Deine Stöckchen-Version habe ich gelesen!
Ich hab das Stöckchen einfach mal aufgelesen und ein ziemlich schwurbeliges Zitat gefunden, manmanman, was jetzt wohl die Internet-Welt von mir denkt.
Ich hab mir das Zitat gerade eben mal angesehen. Ganz schön gelehrt, was da bei Dir so rumliegt!
Hm, merkwürdigerweise hat das mit dem Trackback bzw. Pingback von deinem Stöckchen-Artikel zu meinem nicht funktioniert. Seltsam … Aber Du hast ja mit Deinem Kommentar einen manuellen Trackback gesetzt.
Ich habe gar nicht getrackbackt. Ich dachte mir, wenn ich eh schon kommentiere, kann ich es auch gleich im kommentar verlinken…
Ach so, ich sehe gerade, Du verwendest ja gar nicht WordPress. WordPress versucht automatisch bei einem Link auf ein anderes Blog ein Trackback bzw. Pingback.
Aber du arbeitest ja mit blog.de. Dann ist klar …
Achso, das geht bei WP automatisch? Naja, man lernt wohl immer was dazu…
(Kommentare unterhalb dieser Ebene können nicht beantwortet werden.)Und blog.de, naja so richtig zufrieden bin ich damit nicht aber eigentlich reicht es für meine kleinen Zwecke und zu einem Wechsel bin ich irgendwie zu faul..
Klar, ein (fast) fertiges, bei einem Provider gehostetes Blog ist unkomplizierter, allerdings halt auch unflexibler.
Meine Gründe für eine selbst installierte Version von WordPress lege ich im Artikel Blogparade: So blogge ich! – Wie bloggt ihr? dar.