Mein Gehirn funktioniert also auch noch
Zum Funktionsstatus meines Gehörs habe ich ja vor etwa 4 Monaten etwas vermeldet. Nun hatte ich gestern und heute auch etwas Zeit und Muße, mein Gehirn dreier Funktionstests zu unterziehen. Hier die Ergebnisse:
IQtest.dk
Bei Felix Schwenzel bin ich vor einiger Zeit auf den Intelligenztest IQtest.dk gestoßen. Den Test gibt es in vier Sprachen (Englisch, Spanisch, Dänisch, Deutsch), er dauert 40 Minuten. Letzterer Umstand hat mich bisher davon abgehalten ihn durchzuführen. Nun aber liegt das Ergebnis vor:
Die richtigen Lösungen zu den Aufgaben werden leider nicht verraten. Ich bilde mir ein, alle Aufgaben außer 4 (z.B. die rechts abgebildete) gelöst zu haben, inwieweit meine Lösungen richtig sind, kann ich leider nicht überprüfen. Das Ergebnis von 130 ist insoweit nicht spektakulär (Die Sueddeutsche titelte vor ca. einem Jahr: “Ein IQ von 130 ist nichts Besonderes”). Die Ergebnisse in der Blogosphäre liegen auch alle etwa in diesem Bereich:
- Daniel: 105 (ohne Beweisfoto)
- Jimmy Lightning: 107 (ohne Beweisfoto)
- Andreas: 115
- Nerdcore: 115 (ohne Beweisfoto)
- Felix Schwenzel: 118
- Wuschig: 118 (ohne Beweisfoto)
- Chrisse: 118 (ohne Beweisfoto)
- MC Winkel: 122
- Frau K.: 122 (ohne Beweisfoto)
- Stefan: 122 (ohne Beweisfoto)
- eon: 126 (ohne Beweisfoto)
- Ingo Vogelmann: 127 (ohne Beweisfoto)
- Der Anzugträger: 126 (ohne Beweisfoto)
- Robby: 130 (Beweisfoto)
- Erik: 130
- Sascha Lobo: 133 (Beweisfoto)
- pasQualle: 133
- Gerhard: 138 (Beweisfoto)
In diversen Kommentaren zu diesem Test wird aber oft auch Kritik an der Einseitigkeit des Tests geübt. In diesem Zusammenhang wird manchmal als Alternative auch folgender Test genannt:
Der große Welt-IQ-Test
Der große Welt-IQ-Test deckt in der Tat mehr Bereiche ab. Das richtige Ergebnis einer Aufgabe wird einem direkt nach der Aufgabe mitgeteilt. Für meinen Geschmack waren zu viele Rechenaufgaben dabei, hier hätte ich unter Zuhilfenahme eines Taschenrechners wahrscheinlich noch mehr herausholen können. Auch hier zwei Vergleichswerte aus der Blogosphäre: Rechtfertigungsdruck 127 und Salicylsäure 129, jeweils ohne Beweisfoto.
Online-Test bei Mensa
Im oben erwähnten Interview in der Sueddeutschen geht es um den Hochbegabten-Verein Mensa. Zugangsvoraussetzung ist dort ein IQ von mindestens 130. Den Mensa-IQ-Test kann man nicht online absolvieren, es steht aber ein kleiner Online-Test zur Verfügung. Dieser ist teilweise ziemlich knifflig:
Nun stehe ich mit meinen Testergebnissen tatsächlich an der Schwelle zu Mensa. Soll ich oder soll ich nicht?
Weitere Online-Tests
» Liste bei Norberto42
» Links bei Mensa Deutschland
» Artikel bei Joblog
Abschließend wieder einmal die Frage an meine Leser: Wie schneidet Ihr bei den genannten Tests so ab?
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Tags:Blogosphäre, Intelligenz, Intelligenzquotient, IQ, Mensa, online, Schwanzvergleich, Test
Gelesen: 2759 · heute: 4 · zuletzt: Freitag, 12. März 2010 - 18:41
03. Aug 2008
Dave



Onlinetests sind immer so’ne Sache. Im Zuge des Studiums hatten wir die Möglichkeit “ordentliche” Intelligenztests zu machen (IST-2000R; bei mir siehe hier ). Wobei der Online-Mensa-Test auf den ersten Blick als Ausgangsbasis nicht so verkehrt zu sein scheint. Typische “fluide Intelligenz”-Testitems.
Ob und was es bringt bei Mensa zu sein, muss wohl jeder für sich selbst entscheiden.
Online-Mensatest übrigens 29/33. Ärgerlich… – ansonsten bei derartigen Onlinetests immer ~130, wobei manche davon wirklich… schockierend sind
29/33? Respekt! Das klingt mir aber nach mehr als durchschnittlich 130. Aber wei Du bereits schriebst: Onlinetests sind immer so ‘ne Sache …
Naja, mit der Zeit kennt man ja die Tests (gut, dadurch geht’s nur schneller, richtiger wird’s dadurch ja nicht
). Sprich Intelligenztests kann man in gewissem Maß sogar üben. Und der “richtige Test” hat immerhin auch vergleichbare Ergebnisse geliefert. Von daher kann und will ich mich gar nicht beschweren
Naja, ich glaube aber, man kann sie nicht nur übern sondern auch erlernen:
Am einfachen Beispiel der Zahlenreihen: Sobald man von außen einen Hinweis bekommt, welche Algorithmen es gibt, die man bisher selbst nicht in Betracht gezogen hat, schneidet man möglicherweise beim nächsten Test besser ab. Somit hat ein Zuwachs an kristalliner Intelligenz stattgefunden.
Thema Kreativität: Manchmal erfinden Probanden Algorithmen, die auf die vorgegebenen Zahlenreihen auch passen würden, nur die nächste, gesuchte Zahl weicht beim intendierten Algorothmus ab. Somit verhindert die kreative Intelligenz des Probanden ein besseres Abschneiden bei dem Test, der nur simple Logik abprüft.
Klar, wenn man Fibonacci nicht kennt, ist die eine Folge nicht so offen ersichtlich, klar. Was die Kreativität angeht, ist das wohl das Problem aller begründungslosen Tests. Multiple Choice, welche Antwort am “richtigsten” ist, kann aus subjektiver Sicht abweichen und begründet sogar zulässig sein. Nur interessiert die Begründung in dem Fall keinen.
Abgesehen davon sind derartige Tests eineindeutig formuliert (sollten sie zumindest sein) und auf “einfachstem” Weg lösbar. Sprich eine kreative Lösung ist zwar schön und gut, trifft aber nicht das Anforderungsprofil. Dafür gibt’s dann eine Kerze, Streichhölzer samt Packung und Reiszwecken mit der Frage, wie man die Kerze an der Wand befestigt.
Üben und lernen ist meiner Auffassung übrigens gleich. Und um derartige Einflüsse zu ignorieren, gibt es ja auch die Matrizen, die auch im Mensa-Onlinetest vorrangig waren. Culturefair-Tests sind das dann (oder sollen es zumindest sein).
Einwand Nr. 1: Für den Kreativen ist die kreative Lösung die einfachste! Die andere sieht er womöglich gar nicht!Einwand Nr. 2: Für mich bedeutet Üben (ich bin Musiker) das Wiederholen und dadurch Perfektionieren von Abläufen ohne Anstoß von Außen. Lernen dagegen bedeutet für mich, dass da irgend ein Input von außen stattfindet. Sinnvoll ist nur die Kombination aus beidem.
… wie der Lateiner sagt.
Einwand #2 nehme (gehe) ich mit, beides gleichzusetzen, wie ich das oben einfacherweise getan habe, ist das natürlich nicht.
Was #1 angeht, so ist das zwar möglich, aber bei einer gewissen Einfachheit schon fast traurig. Klar kann man die Sachen immer schwieriger machen, als sie sind, aber bei Zahlenfolgen sollte sich der Kreativitätsspielraum in Grenzen halten. Bei +2 -5 oder *3 -2 +7 Folgen (die Werte als Muster) wird man kaum andere Regelmäßigkeiten implementieren können. Zumindest keine, die für den Durchschnittsmenschen ebenso plausibel und einfach erscheinen würden. Und für die sind die Tests ebenso ausgelegt, wie für die, die eine überdurchschnittlich hohe Kreativität aufweisen. Dazu ist die Mathematik auch zu regelhaft.
Wenn man MDMDXXX betrachtet, kann man sich drüber streiten, ob man abermals MDM dran packt oder um Freitag, Samstag, Sonntag ergänzt
Klar, Du hast schon Recht. Was ich sagen wollte, ist lediglich, dass einige wenige immer durchs Raster fallen werden. Das lässt sich wahrscheinlich nie ganz vermeiden.
Und ist nicht nur auf Intelligenztests beschränkt
Ich mach das mal lieber nüchtern… morgen oder so.
(warum glaubt eigtl. jeder im schoenen D. der EINZIGARTIGE unter so vielen zu sein, dem die Intelligenztests aufgrund seiner ueberbordenden Kreativitaet nicht gerecht wurden/der zu aussergewohenlich ist fuer diese Tests/nicht genuegend geuebt hatte zuvor etc.: begreift es doch endlich, Leute: IQ-Tests sind Instrumente fuer Hausfrauen, Lehrlinge und Spiesser, die sich beweisen wollen, dass etwas GROSSES aus ihnen haette werden koennen WENN NICHT etc.)
Oops … Hast Du Frust, oder was? Das würde eine solch undifferenzierte und sinnlose Frage bzw. Aussage erklären …
interessantes Thema…
Ich bekomme bei dem Test den du gemacht hast auch 130 raus…
bei dem Mensatest 28/33…
bei welt.de 133
Ich hab schon ziemlich viele dieser Tests im Internet durch, allerdings nur als Denksportaufgabe, nach den Werten kann man sich absolut garnicht richten. Besonders bei den höheren Werten sind die oft absoluter Quatsch… merkt man daran, dass ich Werte zwischen 88 und 160 hatte…
Ich mache morgen einen richtigen Test bei Mensa – aus reiner Neugier… meine Eltern zahlen ja
Hey,
gut, dass Du den Test machst. Ich denke, dass ein Test bei Mensa einen seriösen Wert liefert. Ich bin zu einem im Dezember angemeldet …
Mich würden Deine Erfahrungen zu dem Test interessieren. Wenn Du magst, dann poste sie doch hier!
Viel Glück für morgen!
Ja, wenn ich dran denke werd ich das machen…
Danke
Bin ein wenig nervös…rechnen die das Alter mit ein? Ich hab selbst im Inet nach Erfahrungen von Leuten gesucht, aber nichts aufschlussreiches gefunden…
mal sehen, in den Verein komm ich eh nicht, aber die Erfahrung ist es sicherlich wert.
Ja, der Intelligenzquotient berechnet das Alter mit ein.
Warum denkst Du, dass Du in den Verein nicht reinkommst? Da wäre ich mir an Deiner Stelle nicht so sicher …
Die Frage ist eher: Willst Du in den Verein rein?
Nö, will ich nicht. Hat meiner Meinung nach für mich keine Vorteile.
Dementsprechend ist für mich nicht so erheblich ob mein IQ jetzt über oder unter 130 ist….
Ich denke, dass mein IQ eh nicht in dem Bereich liegt, da ich in den Bereichen die da abgeprüft werden nicht gerade meine Stärken habe.
So, ich habe den Test gemacht und berichte jetzt mal von meinen Erfahrungen:
Wir waren ein ganz schön bunter Haufen, all die IQ-Test-willigen, 16 an der Zahl, die dann schließlich in einen miefigen Raum zusammengepfercht wurden. Ich war eindeutig die jüngste und kam mir ein bisschen doof vor (im wahrsten Sinne des Wortes) neben den anderen, die größtenteils im Studentenalter waren. 2 ältere Erwachsene waren noch da.
.
. Solche Sachen sollte man vielleicht vorher trainieren.
). Jetzt warte ich mal mein Ergebnis ab, das kommt laut Aussage der Testleiterin in 10 Tagen.
Um das vorwegzunehmen, ich fand den Test wirklich schwer (und ich fand die oben genannten Test nicht sooo anspruchsvoll). Falls jemand was damit anfangen kann, das Testheft hieß ISA-S, wobei das hintere S wahlweise für schwer oder sauanstrengend steht
Es wurde immer auf Kommando umgeblättert, was meiner Meinung nach ziemliche Nachteile gebracht hat, weil ich dadurch bei einigen Blöcken noch zweimal alles kontrollieren konnte, während mir bei anderen Zeit fehlte. Wichtiger Tipp: Falls man irgendwo auch nur kurz hängt sofort weitermachen, falls man noch Zeit hat sich dann daran begeben. Falls nicht kann man immernoch raten (noch ein Tipp….”raten lohnt sich – schließlich gibt es für falsche Antworten keine Fehlerpunkte”, Zitat aufsichtsführendes Mensamitglied)
Meine persönliche Hassaufgabe war die Merkaufgabe, bei der man sich 15 Produkte mit Namen, Art, Preis und Herkunftsland merken musste, danach 2 andere Blöcke bearbeiten musste und dann 12 Fragen zu dem gemerkten kamen. Ich musste fast alles raten
Ich habe meiner Einschätzung nach vergleichsweise schlecht abgeschnitten, viele dumme Fehler gemacht und natürlich mein Gedächtnis-Fiasko (um zu wissen dass icvh mir Sachen nicht von 12 bis mittag merken kann hätte ich den Test nicht gebraucht
So, ich hoffe das war aufschlussreich…
Hey, vielen Dank für Deinen ausführlichen Bericht!
Ja, das ist sehr aufschlussreich!
ISA bedeutet übrigens “Intelligenz-Struktur-Analyse”, der Zusatz “-S”, wie Du bereits vermutet hast, “schwer”.
Und ein Merkmal dieses Testtyps scheint zu sein, dass er auch Aufgabenblöcke enthält, in denen der Zeitfaktor eine große Rolle spielt. Will sagen: Diese Blöcke enthalten Aufgaben, die ein Fünftklässler allesamt lösen könnte, wenn er denn nur genügend Zeit hätte. Der Haken bei der Sache ist: Ein Testblock enthält ziemlich viele dieser Aufgaben. Der Intelligenzwert bemisst sich nun daran, wieviele der Aufgaben in einer vorgegebenen Zeitspanne korrekt gelöst (oder erraten *g*) werden.
Ich bin mal gespannt auf Dein Ergebnis!
Und ich bin mal gespannt auf meinen Test im Dezember!
So, ich habe mein Ergebnis jetzt erhalten…ging schnell, ist ja erst eine Woche her.
ich war erstmal sprachlos…
Wesentlich höher als ich erwartet habe, besonders da ich mir ja nix merken konnte *g* – ich weiß auch nicht wie genau dieser Test in meinem Alter ist, ich bin erst 15…
Naja, kaufen kann ich mir davon nichts
– und ein Savant bin ich auch nicht, also geht das Leben weiter. Vielleicht treffen wir uns ja bei den Mensanern
Hey, Gratulation!
Welch Ehre, dass eine “Intelligenzbestie” auf meinem Blog kommentiert!
Der Test ist wohl ab einem Alter von ca. 10 Jahren sinnvoll und liefert dann auch relativ zuverlässige Werte. Das Alter, so die Seite von Mensa Köln, wird mit einberechnet:
Das wird wahrscheinlich deshalb gemacht, um bei Aufgaben, die vorrangig der Ermittlung der sog. “kristallinen” Intelligenz dienen, dem Umstand Rechnung zu tragen, dass Du einfach noch nicht so viel Zeit hattest, Wissen und Erfahrung anzuhäufen, wie z.B. ein alter Sack wie ich …
Naja, mein Test steht ja noch aus. Ob ich zu den Mensanern zugelassen werde, steht also noch in den Sternen.
Deiner Bemerkung entnehme ich aber, dass Du dort Mitglied wirst, oder?
Der Test wird erst ab 14 durchgeführt, und ob das da schon sinnig ist, das ist auch relativ strittig.
Ich denke schon, dass ich da beitreten werde – vielleicht bringts ja Vorteile
Also nur Mut für deinen Test, du siehst ja, selbst wenn man wie ich bei so einigem ziemlich überfordert war kann man das wohl schaffen
Hallo, falls Du hier noch mitliest: Mein Ergebnis ist jetzt auch da!